Sonntag, 19. Juli 2015

10 Fesseln

Was bedeutet 'Fesseln' in der Lehre des Buddha ?

Das Pali-Wort samyojana, wird meisten als 'Fesseln' übersetzt. Ich bevorzuge das Wort 'Verstrickungen'.
Die Übersetzung von samyojana mit dem Wort 'Fessel' wert alles. Wenn jemand Fesseln trägt, dann löst man sie mit einem einmaligen Schnitt und schon ist man frei. 
Im Gegensatz dazu bedeutet das Wort 'Versticktsein', dass man an etwas Gebunden ist, wie hier zum Beispiel alte Gewohnheiten. Man fällt immer wieder in sie zurück. 
Um dem Zustand des 'Erwachens' näher zu kommen, versuchen wir unsere zehn Stricke (oder auch Fesseln), jeden nacheinander, zu entwirren und zu ordnen. 
Ohne die Ordnung verhindern die Stricke, dass Wesen ein freies Dasein führen können. 

Die ersten fünf Fesseln sind die niederen Fesseln. (Ketten aus der Sinneswelt)

1. Persönlichkeitsglaube 
2. Zweifelsucht
3. Hängen an Regeln und Riten
4. Sinneslust
5. Hass

Die anderen fünf sind die höheren Fesseln. (fesseln die feinkörperliche oder unkörperliche Welt)

6. Begehren nach feinkörperlichem Dasein/ Verlangen nach Gestalt
7. Begehren nach unkörperlichem Dasein/ Verlangen nach Gestaltlosigkeit
8. Dünkel
9. Aufgeregtheit
10. Unwissenheit/ Nichtwissen




Worum geht es im Buddhismus ?

Buddhismus ist der Weg zum Glück. 

Doch was bedeutet das Wort 'Glück' für einen Buddhisten ?
Diejenigen, welche 'erleuchtet' sind, besitzen das höchste Glück. Erleuchtet zu sein bedeutet, dass man völlig im Hier und Jetzt lebt. Man ist sozusagen 'wunschlos glücklich'. Unsere Wünsche und unsere Begehren schaffen Leid. (wird oft auch als dukkha bezeichnet) Der Buddhist versucht einen Zusand zu erreichen, wo er völlig in der Gegenwart lebt. Wenn man diesen Zustand erreicht, dann wird das als 'Erwachen' oder als 'Erleuchtung' bezeichnet. Jeder der diesen Zustand erreicht, ist völlig spontan, hat Mitgefühl mit anderen (ob Mensch oder Tier) und lebt ohne unnötige negative Gefühlt.