Samstag, 1. August 2015

Die vier edlen Wahrheiten

Die vier edlen Wahrheiten


Die vier edlen Wahrheiten sind die Basis der Lehre des Buddhas. 

Die ersten drei Wahrheiten handeln vom allgegenwärtigem Leiden. Die vierte edle Wahrheit handelt vom achtfach Pfad. Der achtfach Pfad beschreibt, wie man sich vom Leiden befreit. 


Die edlen vier Wahrheiten sind:

1. Existenz des Leidens

2. Ursache des Leidens

3. Aufhebung des Leidens

4. Pfad, der zur Aufhebung des Leidens führt

1. Es gibt Leid im Leben
Die erste der edlen Wahrheiten beschäftigt sich damit, dass Leben gleich Leiden bedeutet.
Buddha unterscheidet drei verschiedene Arten des Leidens.

1.  Alter, Krankheit und Tod
2. Vergänglichkeit: Alles ist vergänglich. Man soll sich nicht dran festklammern. 
3. Bedingtheit: Der Geist ist fast immer verleiert. Man hat keine Kontrolle über sein Leben.

Auch wenn man in seinem Leben viele positive Erfahrungen macht ist das Leben doch gezeichnet, von Vergänglichkeit und es ist bei weitem nicht perfekt.

2. Dieses Leid ensteht durch Begierde/Egoismus/Sich-Anklammern

Alles Leid hat eine Ursache. Buddha nennt als Ursache des Leidens, Unwissenheit.  Diese Unwissenheit beschreibt den nicht erhellten Geist, welche nicht im Stande ist sich selbst zu erkennen und zu verstehen. Der Geist nimmt die Welt um sich herum wahr und vergisst dabei sich selbst im innersten wahrzunehmen.  So sieht man nicht, dass man sich an längst vergangene Sachen klammert. Dieses festklammern führt zu Leid.

3. Es ist möglich, sich vom Leid zu befreien

Es gibt ein Ende des Leidens. Buddha zeigt uns als Ziele die Befreiung und Erleuchtung.  Die Befreiung (wird des öfteren auch kleines Nirwana genannt ) bezeichnet die Einsicht, dass das existierende Selbst nur eine Illusion ist. Durch diese Einsicht kommt man im Inneren zur Ruhe . Gedanken und Gefühle werden akzeptiert, als das freie Spiel des Geistes. 
Die Erleuchtung (Nirwana) bezeichnet die volle Erfahrung der Natur des Geistes.  Es bedeutet auch, frei von allen Sorgen und Problemen zu sein. 
4. Der Weg zum beenden des Leidens

Der Weg, welcher aus dem Leiden herausführt, wird als achtfach Pfad bezeichnet.  Der Pfad beschreibt einen Prozess der Selbstverwirklichung. Häufig wird der achtfach Pfad auch mittlerer Weg genannt, den er kennt keine Extreme. Letztendlich führt der achtfach Pfad zum Ende der Wiedergeburt. Der Weg des achtfach Pfades verläuft nicht selten über mehrere Leben. Jedes einzelne durch sein Karma beeinflusst. 



   


Sonntag, 19. Juli 2015

10 Fesseln

Was bedeutet 'Fesseln' in der Lehre des Buddha ?

Das Pali-Wort samyojana, wird meisten als 'Fesseln' übersetzt. Ich bevorzuge das Wort 'Verstrickungen'.
Die Übersetzung von samyojana mit dem Wort 'Fessel' wert alles. Wenn jemand Fesseln trägt, dann löst man sie mit einem einmaligen Schnitt und schon ist man frei. 
Im Gegensatz dazu bedeutet das Wort 'Versticktsein', dass man an etwas Gebunden ist, wie hier zum Beispiel alte Gewohnheiten. Man fällt immer wieder in sie zurück. 
Um dem Zustand des 'Erwachens' näher zu kommen, versuchen wir unsere zehn Stricke (oder auch Fesseln), jeden nacheinander, zu entwirren und zu ordnen. 
Ohne die Ordnung verhindern die Stricke, dass Wesen ein freies Dasein führen können. 

Die ersten fünf Fesseln sind die niederen Fesseln. (Ketten aus der Sinneswelt)

1. Persönlichkeitsglaube 
2. Zweifelsucht
3. Hängen an Regeln und Riten
4. Sinneslust
5. Hass

Die anderen fünf sind die höheren Fesseln. (fesseln die feinkörperliche oder unkörperliche Welt)

6. Begehren nach feinkörperlichem Dasein/ Verlangen nach Gestalt
7. Begehren nach unkörperlichem Dasein/ Verlangen nach Gestaltlosigkeit
8. Dünkel
9. Aufgeregtheit
10. Unwissenheit/ Nichtwissen




Worum geht es im Buddhismus ?

Buddhismus ist der Weg zum Glück. 

Doch was bedeutet das Wort 'Glück' für einen Buddhisten ?
Diejenigen, welche 'erleuchtet' sind, besitzen das höchste Glück. Erleuchtet zu sein bedeutet, dass man völlig im Hier und Jetzt lebt. Man ist sozusagen 'wunschlos glücklich'. Unsere Wünsche und unsere Begehren schaffen Leid. (wird oft auch als dukkha bezeichnet) Der Buddhist versucht einen Zusand zu erreichen, wo er völlig in der Gegenwart lebt. Wenn man diesen Zustand erreicht, dann wird das als 'Erwachen' oder als 'Erleuchtung' bezeichnet. Jeder der diesen Zustand erreicht, ist völlig spontan, hat Mitgefühl mit anderen (ob Mensch oder Tier) und lebt ohne unnötige negative Gefühlt.